Die kleine Kaffeeecke zu Hause ist mein Lieblingsprojekt in der Wohnung geworden. Ich habe mich gefragt, wie ich auf nur zwei Quadratmetern eine richtige Wohlfühloase schaffen kann. In meiner alten Wohnung stand die Kaffeemaschine einfach auf der Küchenzeile, aber hier wollte ich mehr. Ein eigenes kleines Reich für den Morgenkaffee, mit Platz für Tassen und Bohnen. Ich habe gemerkt, dass der Duft von frisch gemahlenem Kaffee den ganzen Tag beeinflusst. Also habe ich eine Ecke im Wohnzimmer auserkoren, die vorher nur Staub gefangen hat. Ein schmales Regal von 40 Zentimetern Tiefe passt perfekt. Darauf steht jetzt meine Siebträgermaschine mit einem Milchaufschäumer. Die Tassen hängen an einer Magnetleiste an der Wand. So bleibt die Arbeitsfläche frei und ich habe alles griffbereit.

Das größte Problem war der Stauraum für Kaffeebohnen, Tassen und Zubehör. Ich habe mich für ein schmales Sideboard mit Schubladen entschieden. In der obersten Schublade liegen die Kaffeebohnen in luftdichten Behältern aus Keramik. Die mittlere Schublade ist für die Tassen und Gläser reserviert. In der unteren Schublade verstaue ich den Milchaufschäumer, den Tamper und den Reinigungsbürste. Alles hat seinen Platz, und ich muss nicht mehr kramen. An der Wand über dem Sideboard hängen drei Regalbretter aus massiver Eiche. Darauf stehen kleine Pflänzchen, eine Kerze und ein Bilderrahmen. Das gibt der Ecke eine persönliche Note. Die Beleuchtung habe ich mit einem schwenkbaren Wandleuchter gelöst. Das warme Licht macht den Kaffee gleich noch gemütlicher.
Ich habe auch an die Sitzmöglichkeit gedacht. Ursprünglich wollte ich einen Barhocker, aber meine Wohnung ist zu klein für noch ein Möbelstück. Dann habe ich einen Sitzsack aus grobem Leinen gefunden, der genau unter das Sideboard passt. Den ziehe ich hervor, wenn ich meinen Kaffee trinke. Das ist super praktisch für kleine Metrages. Wenn Gäste auf der Durchreise sind, wird die Kaffeeecke zur Notlösung. Ich habe eine klappbare Campingliege im Schrank, die ich dann auspacke. Die Liege hat einen dünnen Schaumstoff, aber für eine Nacht reicht es. Die Gäste schlafen dann im Wohnzimmer, und die Kaffeeecke wird zum Frühstückstisch. Das funktioniert erstaunlich gut, weil alles in Reichweite ist.
Für meine Freundin, die öfter bei mir übernachtet, habe ich ein Bett mit integriertem Stauraum besorgt. Das Bett hat einen massiven Rahmen aus Kiefer und darunter ein großes Fach für Kisten. Darin lagern jetzt die Winterdecken und die Gästebettwäsche. Die Matratze ist eine 16 cm dicke Kaltschaummatratze auf einem Lattenrost. Das reicht für den Alltag völlig aus. Das Bett steht in der zweiten Hälfte des Raumes, und die Kaffeeecke ist davor positioniert. So habe ich eine klare Trennung zwischen Schlafbereich und . Morgens stehe ich auf, gehe drei Schritte zur Ecke und drücke auf den Knopf. Der Kaffee läuft durch, während ich die Vorhänge aufziehe. Das ist mein kleines Morgenritual.
Die Materialien in der Ecke sind bewusst schlicht gewählt. Das Sideboard ist aus lackiertem MDF in einem warmen Grauton. Die Arbeitsplatte ist eine dicke Eichenholzplatte mit Öl behandelt. Der Sitzsack hat einen Bezug aus grobem Leinen, der waschbar ist. Die Regalbretter sind aus demselben Holz wie die Arbeitsplatte. Ich mag diesen Look mit natürlichen Tönen und klaren Linien. Die Kaffeemaschine ist aus Edelstahl und bringt einen Kontrast. Die Tassen sind aus Porzellan in einem sanften Cremeton. Alles harmoniert miteinander, ohne dass es steril wirkt. Die Wand hinter der Ecke habe ich in einem warmen Terrakotta-Ton gestrichen. Das bringt Farbe und Wärme in den Raum. Der Farbton passt gut zu den Holztönen.
Ein Problem war die Stromversorgung. Ich brauchte mehrere Steckdosen für die Maschine, den Milchaufschäumer und die Lampe. Also habe ich eine kleine Verlängerungsleiste mit drei Steckdosen und einem Schalter unter dem Sideboard angebracht. Die Kabel habe ich mit Kabelbindern an der Rückwand entlang geführt. So sieht man nichts. Die Maschine hat einen Wassertank von einem Liter, den ich jeden zweiten Tag auffülle. Der Milchaufschäumer steht immer bereit. Für den Kaffeesatz habe ich eine kleine Dose mit Deckel neben der Maschine. Den leere ich einmal pro Woche in den Biomüll. Alles ist durchdacht und funktioniert im Alltag. Kein Suchen, kein Durcheinander.
Ich mag es, wenn die Küchenzeile in der Kaffeeecke auch für andere Zwecke genutzt werden kann. Zum Beispiel zum Frühstücken mit einem Brötchen oder zum Lesen am Nachmittag. Deshalb habe ich eine kleine Keramikschale für Kekse aufgestellt. Und ein Buch über Kaffeekultur liegt immer griffbereit. Die Ecke ist nicht nur funktional, sondern auch dekorativ. Ich wechsle die Dekoration je nach Jahreszeit. Im Herbst stehen kleine Kürbisse daneben, im Winter eine weiße Kerze. So bleibt die Ecke lebendig. Für mich ist das der perfekte Start in den Tag. Der Kaffee schmeckt besser, wenn die Umgebung stimmt. Und wenn mal jemand auf der Couch schläft, kann ich morgens leise in die Ecke schleichen und den ersten Kaffee trinken.

Die Couch im Wohnzimmer hat eine Schlaffunktion für Überraschungsgäste. Sie ist mit einer bequemen Polsterung ausgestattet und lässt sich mit einem Handgriff ausklappen. Die Schlaffläche ist 190 Zentimeter lang und 140 Zentimeter breit. Die Matratze ist eine Faltmatratze, die in der Couch integriert ist. Für den Alltag reicht die Sitzfläche völlig aus. Wenn Gäste kommen, wird die Couch zum Bett. Die Kissen und die Decke bewahre ich in dem Bett mit Stauraum auf. Das ist einfach und unkompliziert. So kann ich spontan Gäste einladen, ohne dass ich vorher räumen muss. Die Kaffeeecke bleibt dabei immer intakt. Morgens stelle ich dann zwei Tassen auf das Sideboard und wir frühstücken gemeinsam an der kleinen Ecke. Das ist gemütlich und praktisch zugleich.
Mein Tipp für alle, die eine Kaffeeecke zu Hause einrichten wollen: Fangt klein an. Sucht euch eine Ecke, die ihr liebt, und richtet sie mit den Dingen ein, die euch Freude machen. Ein schöner Becher, eine gute Kaffeemaschine, eine Pflanze. Das reicht völlig. Mit der Zeit könnt ihr dann erweitern. Ich habe mit einem einfachen Regal angefangen und dann nach und nach das Sideboard und die Lampe dazugekauft. Der Schlüssel ist, dass alles einen festen Platz hat und die Ecke nicht vollgestellt wirkt. Weniger ist mehr, besonders auf kleinem Raum. Wenn ihr dann noch eine gemütliche Sitzgelegenheit und eine warme Beleuchtung habt, seid ihr startklar. Der Kaffee wird dann automatisch besser schmecken.
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